Sonntag, 12. April 2015

Rückblick März 2015

Leute, die Zeit rast! Das erste Quartal von 2015 ist schon wieder vorbei. Auch wenn der März uns vor allem gegen Ende das reinste Aprilwetter bescherte, es lässt sich nicht leugnen: Der Frühling da! In der Sonne ist es schon angenehm warm, die Natur sprießt, alles wird grün und bunt.

Hier kommt mein März-Rückblick:

März01
1) Frühstück inkl. Milchschaumgebirge, Resten vom Vortag und schöner Lektüre 2) Cocktail-Date mit dem Liebsten 3) In der Cocktailbar gab es nicht nur leckere Cocktails sondern auch einen tollen Boden.

März02
1) Das zweite März-Wochenende machte richtig Bock auf Frühling und lockte nicht nur die Menschen nach draußen sondern auch die Blümchen hervor. Und meine Chucks aus dem Schuhschrank #endlichwiederchuckswetter! 2) Lecker Essen: Gemüselasagne 3) Dienstreise. Und auf dem Rückweg machen wir Halt an der Pommesbude bei herrlichstem Wetter 4) Spätstück.

März03
1) Für 2015 habe ich mir ja "wieder regelmäßig Sport machen" vorgenommen. Mit dem Spinning klappt das auch schön jede Woche. Mit dem Joggen klappts auch regelmäßig - einmal pro Monat :-D 2) Zuschauer hatte ich dabei auch, Schafe und die anderen Tiergarten-Bewohner, um die ich meine Runden drehe! 3) Tolle Post von @fromjennywithlove. 4) Fast ein halbes Jahr ist mein letzter Friseur-Besuch her. Wird mal wieder Zeit für frische blonde Farbe! Alufolienalarm!

März04
1) + 2) On the road bei allertollstem Wetter. 3) On my way to work mitm Fahrad, bei herrlichstem Sonnenschein :-) 4) Momentan backe ich regelmäßig Brot, ab und zu probiere ich auch mal ein neues Rezept aus.

März05
1) + 2) Auch bei weniger schönem Wetter bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Bei usseligen Temperaturen genauso wie bei richtig scheiß Wetter: Regen, Wind und gefühlte Eiseskälte. Da hilft nur: dick einpacken! 3) Unter dem pinken Jäckchen lugt ein selfmade-Kleidungsstück hervor. Auch wenn der zweite MaJuna-Rolli ebenfalls noch nicht perfekt ist (viel zu viel Stoff im Brustbereich), gefallen mir vor allem die super langen Ärmel und der Kragen. Einfach super für mich Frostbeule bei Usselwetter. 4) Soulfood am Freitag Nachmittag, mindestens alle zwei Wochen ein Muss!

März06
1) Dicke Socken helfen bei Usselwetter auch hervorragend. Wenn sie dann noch so schön und extra für mich angefertigt sind, erfreut mich das immer noch ein bisschen mehr. Und Farbe hilft ja sowieso bei Grau draußen. 2) Spätstück am Samstag. 3) Blümchen am Wegesrand. 4) Cocktailabend mit den Mädels.

März07
1) Die 100 km-Marke in 2015 habe ich schon geknackt. Klingt zwar nach nicht viel, aber bei nur 3 km pro Strecke zur Arbeit und auch ansonsten selten längeren Strecken muss man dafür schon ein bisschen radeln (und auf den 3 km ist 1 km sch... steiler Berg dabei!!!). 2) + 3) Herrlichstes Wetter. Nach dem verregneten Wochenende traut sich die Sonne wieder raus und ich habe das Gefühl, dass die Natur direkt ein Stückchen grüner geworden ist. 4) Eis im Garten. Bei frisch gedüngtem Rasen muss man ein bisschen improvisieren, um trotzdem in der Sonne sitzen zu können :-D

Zum Vergleich: März 2014

Wie war euer März?

Donnerstag, 9. April 2015

Ostern am Meer & Vorschau April 2015

Hallo ihr Lieben! Hattet ihr ein schönes Osterfest? Bei mir gab es eine wunderbare Mischung aus Action & Ruhe, Familie & Freunden und natürlich viel leckerem Essen :-)

Egmond aan Zee02
Schon länger hatten der Liebste und ich uns überlegt, am Osterwochenende für einen Tag an die See zu fahren. Bei unserem ersten gemeinsamen Osterfest vor mittlerweile 4 Jahren hatten wir einen super sommerlichen Tag in Katwijk aan Zee verbracht. Damals hatten wir doch tatsächlich so ein Glück mit dem Wetter, dass wir bereits um 11 Uhr in Bikini/Badehose am Strand liegen konnten! Da dieses Jahr Ostern Anfang und nicht wie damals Ende April war, habe ich zwar nicht mit Badewetter gerechnet, aber ein Tag am Meer, dazu hatte ich mal wieder Lust.

Egmond aan Zee01
Fast hatten wir unseren Plan schon wieder über den Haufen geworfen, weil das Wetter ja noch Mitte der Woche meinte, April spielen zu müssen. Doch glücklicherweise wurden die Vorhersagen besser und so machten wir uns am Ostersonntag auf den Weg nach Egmond aan Zee.

Egmond aan Zee03
Von mir zuhause aus sind es ziemlich genau zwei Stunden nach Katwijk aan Zee, Nordwijk aan Zee und eben Egmond aan Zee. Die drei Orte liegen ja alle nah beieinander. In Katwijk waren wir bereits vor vier Jahren, in Nordwijk letztes Jahr Ende Mai. Dort gab es zwar viele schöne Beach-Lounges am Strand, aber keine Strandkörbe. Von meinem Trip mit Silke nach Egmond wusste ich allerdings: dort es gibt Strandkörbe, also fiel die Entscheidung auf Egmond aan Zee. Windgeschützt den ganzen Tag im Strandkorb sitzen, das war mein Plan ;-)

Egmond aan Zee04
Am Strand angekommen erst einmal Ernüchterung: Vor der Küste lag ein sleephopperzuiger (ich übersetze es mal frei mit Sand-Ansaug-Bagger-Schiff), aus den Rohren, die von diesem Schiff bis auf den Strand verliefen, sprudelte ein Wasser-Sand-Gemisch. Zahlreiche Bagger verteilten den Sand auf dem Strand. Und tausende von Möwen erfreuten sich an dem am Strand angespülten Meerwasser. Die Küste in Egmond wird aktuell neu befestigt bzw. Instand gesetzt, hier und hier gibt es mehr Informationen dazu (auf niederländisch). Erfreulicherweise erstreckte sich dieser "Baustellenbereich" auf einen verhältnismäßig kleinen Strandabschnitt, so dass die meisten Teile des Strandes trotzdem frei zugänglich waren.

Egmond aan Zee05
Allerdings mussten wir noch etwas enttäuscht feststellen: Es waren noch keine Strandkörbe aufgestellt! Wir liefen etwas den Strand entlang und konnten dann aber glücklicherweise ein etwas windgeschütztes Plätzchen in einer Senke ausfindig machen. Dort breiteten wir uns aus und genossen die Sonne. Dick eingepackt in Winterjacke, aber in der Sonne. Herrlich! Was ein Wetterchen! Dazu ein paar leckere, mitgebrachte Sachen schnabulieren und einfach nur das Leben genießen.

Egmond aan Zee06
Später machten wir noch einen Spaziergang am schön breiten und endlos langen Strand. Die obligatorischen holländischen Spezialitäten (Frites met, Kroket, Frikandel) mussten natürlich auch sein, bevor wir uns auf die zwei Stunden Heimweg machten.

Hach, ein Tag Kurzurlaub für die Seele - das müsste man viel öfter machen.

Und da schon fast ein Drittel des Monats April verstrichen ist, gibt es noch fix die Monatspläne:

Im April 2015 werde bzw. möchte ich
  • mit meinen Freundinnen einen MakeUp-Workshop besuchen ✔
  • mal wieder einen Tag zur See fahren ✔
  • den Doktor-Titel der Schwester feiern ✔
  • den Geburtstag des Liebsten feiern ✔
  • mal wieder eine Windeltasche nähen
  • Hamburg einen Besuch abstatten
Was habt ihr denn schönes für die nächsten Wochen geplant?

 Zum Vergleich: April 2014

Mittwoch, 1. April 2015

♫ Cowboy und Indianer ♫

Ich weiß, spätestens seit Aschermittwoch ist es vorbei mit der fünften Jahreszeit, momentan dominieren ja eher die Oster- und Frühling-DIYs in den Blogs. Aber ich bin ja eh der Profi im antizyklischen bloggen. Daher zeige ich euch jetzt auch mein diesjähriges, selbstgenähtes Karnevalskostüm.

Karneval Indianerin02
Ich habe wie jedes Jahr Möhneball zusammen mit den Kollegen. Dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, ein gemeinsames Motto für ALLE Kollegen zu finden, also für ca. 80 Leute. Es wurden bereits letztes Jahr fleißig Vorschläge gesammelt und abgestimmt und irgendwann stand fest: Wir gehen als "Cowboy & Indianer". Total begeistert war ich von diesem Motto nicht, da ich dieses Motto nicht sooo besonders finde und man immer relativ viele Cowboys an Karneval sieht. Aber die Idee von einem gemeinsamen Motto gefiel mir sehr, so dass für mich klar war, dass ich da mitmache. Und so überlegte ich hin und her und sammelte Ideen und Inspirationen auf einem extra dafür angelegten Pinterest-Board.

Relativ schnell stand fest:
1) Ich gehe als Indianerin.
2) Ich nähe mir mein Outfit selbst.
3) Ich möchte ein One-Shoulder-Dress tragen (besonders dieses Kleid hatte es mir angetan).

Karneval Indianerin01
An Möhneball feiern wir zunächst immer in unserer Firmenkantine, bevor es dann gemeinsam ins Festzelt hier in unserer Stadt geht. Da ist es schön warm, und da ich nicht vorhatte, noch an anderen Tagen den Straßenkarneval zu zelebrieren, sollte das Outfit "drinnentauglich" sein, ich konnte also etwas Haut zeigen ;-)
Im Nähkurs wälzte ich Burda-Zeitschriften nach möglichen Schnittmustern, wurde aber nicht so recht fündig. Also Internetrecherche! Irgendwann fand ich das One Shoulder Knit Dress bei Burdastyle.com, und wusste: das ist es!

Karneval Indianerin06
Im Endeffekt habe ich nur das Schnittmuster des Oberteils für mein Kleid verwendet. Und ich habe das vorgesehene Gummiband für die Raffung an der Ausschnittkante weggelassen. Bei der ersten Anprobe hatte ich Außenstoff (ein sehr elastisches und dünnes Wildlederimitiat-irgendwas mit aufgesetzten Goldpünktchen) und Futterstoff (blauer Viskose-Jersey) schon aneinandergenäht und mit Fake-Paspel versehen. Dadurch wurde dieser Bereich etwas steif, mit Kräuselung hätte das nicht mehr schön ausgesehen, außerdem sollte ja später noch genug Deko drauf. Da das Oberteil aber so etwas "entblößend" war (sprich die rechte Seite hing eher unter der Brust), habe ich ordentlich an Weite weggenommen, so dass alles schön an Ort und Stelle blieb.
Für das Rockteil habe ich ein etwas schwereres, festeres und weniger elastisches Wildlederimitat-irgendwas verwendet. Glitzerpünktchen am Popo, das stellte ich mir nicht so vorteilhaft vor, außerdem wäre das auch etwas arg viel "bling bling" für ne Indianerin gewesen ;-)
Da ich Sorge hatte, dass ein angekräuselter Rock dann das ganze Kleid unschön in de Länge zieht, habe ich mich für einen Bahnen-Rock entschieden. Ein altes Indianerkleid aus unserer heimischen Verkleidungskiste bestand im Rockteil auch aus Bahnen, das gefiel mir recht gut. Also habe ich gemessen, gerechnet und Trapeze konstruiert, vier Trapeze sollten es werden.
Drei Trapeze hatte ich an den Längsseiten schon aneinander genäht, als mir wieder einfiel, dass ich ja Nahttaschen einbauen wollte! Und mir wurde noch was bewusst: Meine breiteste Stelle ist der Popo, beim konstruieren hatte ich dieses Maß aber für die Saumbreite angesetzt. Notdürftiges heften und stecken offenbarte: So passt mir der Rock definitiv nicht! Zu eng. Genug Stoff, um nochmal breitere Trapeze zuzuschneiden, hatte ich nicht. Und bei Wildlederimitat muss man ja wie bei Cord die Strichrichtung beachten. Aus den Resten konnte ich nur noch schmale Keile (oben ca. 4cm breit, nach unten ca. 10cm) rausschneiden. Aber die reichten aus. Diese Keile setzte ich seitlich ein, so hatte ich vorne mittig zwei breite Trapeze, dann die Nahttaschen, dahinter die schmalen Keile und hinten mittig zwei breite Trapeze (ist das verständlich??).

Karneval-Indianerin-Nahttaschen
Die Nahttaschen nähte ich aus flutschigem Futterstoff, der rechten Tasche verpasste ich sogar noch einen nahtverdeckten Reißverschluss. Taschen-Problem gelöst! Handtasche nicht notwendig! Yeah!

Karneval Indianerin18
Diese Rockkonstruktion heftete ich an das Taillenband und stellte fest, dass ich von Taille bis zum Popo noch Stoffüberschuss hatte. Also baute ich mir noch zwei Abnäher rein.
A pros pos Taillenband: Für die Verbindung zwischen Ober- und Rockteil habe ich ein Taillenband vorgesehen. Bei Ella Mara hatte ich von dem "Trick mit der Taille" gelesen, und da ich bei zwei Kauf-Kleidern aus Viskose schon dieses Aushängen festgestellt hatte, wollte ich das unbedingt vermeiden. Das Taillenband doppelte ich also (der Rock blieb ungefüttert), zog ein breites Gummiband ein, setzte es etwas auf Spannung und sicherte das Gummiband auch nochmal vor Verdrehen in den Seitennähten.

Karnevalskleid-Making-of
Das Kleid war soweit fertig! Aber von Indianerin war noch weit und breit noch nichts zu sehen. Zum Glück gab es in Holland ziemlich viel Deko-Gedöns im Indianerstyle, wo ich auch ordentlich zugeschlagen hatte. Die fertige Fransen-Borte nähte ich an die Ausschnittkante unterhalb der Fake-Paspel einmal rundherum an.

Karneval Indianerin09
Karneval Indianerin11
Auf die Vorderseite kam sowohl an die Ausschnittkante als auch im unteren Bereich an das Rockteil ein aufwändig gestaltetes und mit Perlen und Federn ausgestattetes Webband (das war so komplett schon fertig, kostete aber auch 5 €/m). Den Saum schrägte ich zur Mitte hin ab und schnitt dann in Sisyphusarbeit die Fransen rein.

Karneval Indianerin19
Um mich richtig wohl zu fühlen (schließlich wollte ich an Karneval viel tanzen!), verpasste ich dem Kleid dann doch noch einen zusätzlichen Träger. Einfach aus Reststücken ein schmalen Streifen an den langen Kanten zusammennähen, wenden, ein Dekoband draufgenäht und am Kleid festgesteppt.
Der Kopfschmuck (mit den Federn blieb ich in jedem Türrahmen hängen...) wurde dann auf den allerletzten Drücker fertig, einfach irgendwie geprötzt - n bisschen Gummiband hier, fünf mal drübernähen dort, die Federn habe ich eingeklebt (natürlich habe ich nähen probiert und erstmal eine Nadel geschrottet...). Auch das Armband am rechten Handgelenk ist selfmade, die geflochtenen Bänder (welche ich mir auch in die Haare hab einflechten lassen) gab es ebenso in Holland fertig zu kaufen. Schmuckverschluss drangeklebt - fertig.

Karneval Indianerin20
In mein Karnevalskostüm habe ich mal wieder einen Haufen Arbeit reingesteckt. Eigentlich steht der Aufwand kaum im Verhältnis dazu, wie oft (bzw. selten) ich es tragen werde. Aber ich habe mich in meinem Kleid rundum wohl gefühlt! Ich habe gefeiert und ausgiebig getanzt ohne dauernd den Sitz korrigieren zu müssen und hatte einen sicheren Aufbewahrungsort in der RV-Tasche für Schlüssel, Smartphone und mein kleines Portemonnaie. Für mein Outfit habe ich viel Lob geerntet und wie meinte ein Kollege (selbst 2,02m groß) noch so schön: "Weißt du, woran man sieht, dass dein Kleid selbstgenäht ist? Es passt!" 

Karneval Indianerin-Collage

Zusammenfassung:
Schnitt: Oberteil: One Shoulder Knit Dress, Rockteil: selbst gebastelt aus vier Bahnen und zwei schmalen Streifen
Stoff: zwei verschiedene Stretch-Wildlederimitate (?) und alle Deko-Bänder von Karteris aus Holland, Viscose-Jersey als Futter für's Oberteil aus der Restekiste (ursprünglich aus dem Stoffladen vor Ort)
Kosten: ich hab für insgesamt 60 € in Holland eingekauft, aber nicht alles verbraucht

Hiermit verlinke ich mich nach langer Zeit wieder beim Me Made Mittwoch, wo Karin als eine der "Neuen" heute ein tolles Wickelkleid zeigt. Letzte Tage bin ich über Twitter (ich bin da übrigens als @goldengelchen_ unterwegs) schon über verschiedene Blogs beim Gilian Wrap Dress gelandet, das sieht echt toll aus!

Verlinkt:
Me Made Mittwoch
Kopfkino

Dienstag, 24. März 2015

Ruhrpott & Cupcakes

Momentan gibt es bei mir kaum kreativen Output, ich habe mich sogar erst mal für den nächsten Nähkurs abgemeldet. Aber ich habe ja noch ein paar unverbloggte DIYs in petto, die ich euch präsentieren kann. Da wäre zum Beispiel noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk zu zeigen, womit ich dann gleichzeitig den DIY-Rückblick 2014 weiter vervollständige.

In dem Freundeskreis meines Freundes ist es Tradition, dass wir uns vor Weihnachten zu einem gemütlichen Essen treffen und dabei wichteln.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen01
Der Wichtel-o-mat hat mir Sarah zugelost, da habe ich mich gefreut :-) Denn ich wusste gleich, was ich ihr schenke. Sie hatte mal den Wunsch geäußert, dass sie von mir gerne ein Etui genäht haben möchte. Lange stand es auf der To-Sew-Liste, jetzt war die passende Gelegenheit gekommen, das Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen03
Bei ihrem Mann (der nicht mitwichtelt) stellte ich noch einige Recherchen an. Hat sie in der Zwischenzeit ein neues Etui gekauft? Gibt es irgendwelche Farb- und Formpräferenzen? Wie sieht ihre Schultasche aus (sie ist Referendarin)? Er versorgte mich mit Fotos und weiteren Informationen und ich überlegte mir gedanklich schon verschiedene Stoffkombinationen.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen07
Dann kam der Adventskalendertausch und mit ihm gleich zwei Täschchen bzw. Etuis! Und die Nachricht von ihrem Ehemann: Sie hat ihre Stifte umgeräumt! Oh nein! Und dann bekam ich auch noch die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke-Pläne mit. Sie sollte eine Nähmaschine bekommen! Möchte sie dann überhaupt noch etwas genähtes geschenkt bekommen, wenn sie doch bald selber näht? Fragen über Fragen.

Und dann habe ich mich dazu entschlossen, einfach unbeirrt meinen Plan umzusetzen.

Fast das Schwierigste an der ganzen Sache war ich die Stoffwahl. Es soll ja als Referendarin bzw. zukünftige Lehrerin auch seriös rüberkommen. Trotzdem nicht langweilig. Irgendwann hatte ich mich endlich festgelegt und konnte loslegen.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen02 Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen04
Ich habe dann eine verspieltere Seite (Cupcakes) und eine seriösere Seite (Ruhrpott) gestaltet. Zunächst hatte ich noch zwei Innenfächer mit eingenäht, aber dadurch wurde das Etui so sperrig, dass ich sie wieder raus getrennt habe.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen08
An den Reißverschluss wollte ich noch ein bisschen "Gebaumsel" dranmachen. Da habe ich ja auch wieder ewig überlegt, was ich dafür verwenden könnte. Im Endeffekt wurde es ganz simpel Velourlederband mit Muttern aus dem Baumarkt, die ich mit ein bisschen Kleber befestigt habe.

Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen05 Cupcakes-Ruhrpott-Täschchen06
Das spannende war ja dann noch: Wie ist Sarahs Reaktion? Und sie hätte nicht besser sein können! Allein die Tatsache, dass ich ihr Wichtel war, erfreute sie schon. Und über das Täschchen hat sie sich sehr gefreut und den ganzen Abend immer wieder angeschaut :-) So hat sich die ganze Arbeit tatsächlich sehr gelohnt!

Infos:
Inspiration & Anleitung geraffter Teil:  Noodle-Head // Gathered Clutch
Webbänder: Geschenk (Cupcakes) bzw. aus dem örtlichen Stoffladen (Ruhrpott)
Innenstoff: Ikea Ditte

Sonntag, 15. März 2015

Rückblick Februar 2015 & Vorschau März

Der Februar ist vorbei - und wie bei wahrscheinlich allen verging er wie im Fluge. Und der März ist auch schon wieder zur Hälfte verstrichen. Wenn ich es aber sonst schon kaum schaffe, zu bloggen und auch schon das zweite Mal wieder die 12von12 hab sausen lassen - der Monatsrückblick muss ein!

Februar01a
1) Glitzereis auf meinem Autodach nach einem schönen, geselligen Mädelsabend mit (alkoholfreien) Cocktails! 2) Am nächsten Morgen habe ich mir dann ein ausgiebiges Spätstück gegönnt. Die Bezeichnung "Frühstück" passt bei der Uhrzeit nämlich wirklich nicht mehr. 3) Und abends habe ich mich doch tatsächlich zu einer Runde joggen aufgerafft (das war dann auch das einzige Mal im Februar). Meine Laufrunde verläuft durch den Forstgarten, mit Blick auf das Museum Kurhaus.

Februar02
1) Was ein Wetterchen! 2) Wintersalat, inspiriert von Dreierlei Liebelei 3) Postkonfetti Nr. 1 - eine Jux-Postkarte für meinen Freund. In seiner Nachbarschaft steht tatsächlich ein Roller im kompletten "ohne dich ist alles doof"-Design. Da habe ich ihm angedroht, dass ich mit Sicherheit noch irgendwo eine passende Karte dazu zuhause habe. Hatte ich :-D 4) Postkonfetti Nr. 2 - ein kleines Dankeschön für Nele.

Februar03-
1) Schnee! Zwar sehr wenig, aber endlich gab es mal schönen Powder-Schnee und nicht so ne nasse Matsche! 2) Ein Bild aus London, damit hatte ich die Februar-Pläne auf dem Blog gepostet. 3) Freitag Nachmittag - Einslive mit Dietz & Terhoeven im Radio und Soulfood auf dem Teller :-)

Februar04
1) + 2) On the road - in den Sonnenaufgang hinein, da lohnt sich sogar frühes Aufstehen! 3) 200 Follower auf Instagram. Schön, dass ihr da seid! 4) Endlich ein neues Hosentaschenportemonnaie!

Februar05
1) Wie immer auf den letzten Drücker... mein Kostüm für Karneval liegt noch auf der Nähmaschine. 2) Altweiber im Büro - erstmal ordentlich frühstücken! 3) Es ist noch rechtzeitig fertig geworden! Mein Indianerkostüm! 4) Fast ein Jahr nach Fertigstellung hat er es auf den Blog geschafft: mein Amy-Rock!

Februar06
1) Oups... n bisschen schief geworden - naja, sieht ja kaum jemand. Meine selbstgenähten Kleidungsstücke bekommen immer ein kleines Label! 2) Spätstück deluxe! 3) Selfie-Aktion bei Instagram 4) Wat mutt, dat mutt!

Februar07
1) Feierabend um 22 Uhr und dann mit de Fiets nach Hause. 2) Ich hatte mal wieder Lust auf stinknormales Essen. Frikadellen, Champignonrahmsoße und Kartoffelkroketten! 3) Mädelsabend. Während die Männer Kart fahren gehen, schlagen wir uns die Bäuche beim racletten voll! 4) Sonntagsfrühstück für den Liebsten und mich :-)

Februar08
1) Lecker Salat - das Auge isst mit (im Februar habe ich ganz schön oft mein Essen fotografiert...) 2) + 3) Bei schönstem Wetter zur Arbeit fietsen, aber nur richtig warm eingepackt. 4) Der Monat endete mit einer Überraschungs-Babyparty für Lena. Passend dazu habe ich den Elefanti gepostet, den ich bereits im November für sie (bzw. ihren Bauchbewohner) genäht hatte.

Zum Vergleich: Februar 2014, Februar 2013

Der März ist zwar schon wieder zur Hälfte vorbei, aber ein paar Pläne bzw. Programmpunkte gibt's der Vollständigkeithalber trotzdem...

Im März 2015 werde bzw. möchte ich
  • den 90. Geburtstag meines Opis feiern ✔
  • zum Friseur gehen ✔
  • eeeendlich mal von der Arbeit aus zum Kunden rausfahren und unser Produkt vor Ort in Produktion sehen ✔
  • weiterhin fleißig mit dem Fahrrad fahren
  • mit den Mädels ins Kino gehen und "Shades of Grey" schauen (nachdem das letzten Monat nicht geklappt hat) 
Zum Vergleich: März 2014

Wie schaut es bei euch aus? Seid ihr momentan auch so n bisschen im Blog-Tief wie ich? Oder voller Elan wie eh und je?

Samstag, 28. Februar 2015

Ein Elefanti für Lenas Baby!

Halloooo?! Ja, mich gibt es auch noch :-) Irgendwie fehlt mir diesen Monat die Muße zum Bloggen. Und aus Ermangelung an neuen Themen (an dem Post zu meinem Karnevalskostüm bastel ich noch) frühstücke ich mal weiter den DIY-Rückblick 2014 ab!

Als mir im Herbst Lena erzählte, dass sie schwanger ist und wir uns dann nach längerer Zeit endlich mal wieder treffen wollten, hatte ich Lust, was für ihren noch ungeborenen Nachwuchs zu nähen. Vor längerer Zeit hatte ich mal so Rasselteile bei Frau Tulpe bestellt. Bei Tchibo hatte ich gerade ein Stoffset gekauft. Und nachdem ich meinen Elefanti bei Fränzi neu interpretiert gesehen hatte, kam eins zum anderen und ich wollte den Elefanti auch noch mal nähen.

Patchwork-Elefanti01
Zunächst habe ich aus drei verschiedenen Stoffen fleißig Quadrate zugeschnitten und diese aneinander genäht, so dass ich ein Rechteck erhalten habe. Daraus habe ich dann das Schnittmuster für Elefanti, was ich etwas verkleinert und am Rüssel geändert hatte, ausgeschnitten.

Patchwork-Elefanti04
Die Ohren (mit Vlieseline gefüttert) und den Schwanz habe ich aus einem anderen Stoff, den ich mal auf dem Maybachufermarkt in Berlin gekauft habe, zugeschnitten.

Patchwork-Elefanti05
Dann habe ich alles zusammen genäht, gewendet, mit Füllwatte und einem Rasselding gefüllt und anschließend die Wendeöffnung mit Matratzenstich geschlossen.

Patchwork-Elefanti02
Die Augen habe ich mit Stickgarn aufgenäht. Beim nächsten Mal mache ich das wieder, bevor der Elefant zusammen genäht ist, dann ist das wesentlich einfacher, besonders das Faden verknoten!

Patchwork-Elefanti03
Ein kleines Schildchen mit einem "Handmade"-Anhänger (den Stempel habe ich passenderweise mal von Lena geschenkt bekommen) gehört bei selbstgemachten Sachen einfach dazu, finde ich :-)

Verlinkt:
Scharly Klamotte - Kopfkino

Mittwoch, 11. Februar 2015

Rock Amy - eine neverending story

Nach langer, langer Zeit gibt es von mir mal wieder einen Post im Rahmen des Me-Made-Mittwochs. Dies ist gleichzeitig der erste "Nachholpost" zu meinem DIY-Rückblick 2014.

Rock-Amy-Goldengelchen01
Das Kleidungsstück, was ich euch heute zeige, habe ich vor ca. einem Jahr fertig gestellt, aber ich musste erst mal damit warm werden. Ein Cord-Rock passend zum Frühling fertig? Nicht das beste Timing (aber ich habe es ja eh mit antizyklischem Nähen...)! So verschwand er zunächst bis zum Winter im Schrank, bis ich ihn einige Male hervor holte, verschiedene Stylings ausprobierte, aber ihn dann trotzdem oft in den Schrank zurück legte.

Rock-Amy-Goldengelchen05
Die A-Form ist ziemlich ungewohnt für mich (Röcke trage ich eh nicht so oft), ich hatte selten was passendes für obenrum (Sweatshirtjacken oder lange Strickjacken passen nicht so toll) und die Schuh-Frage ist bei mir eh immer so ein Thema...

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Aber ich habe mit dem blauen Strickjäckchen, was ich für mein Blätter-Cambie gekauft hatte und den blau-grauen Boots jetzt endlich Teile in meinem Kleiderschrank, mit denen ich den Rock ausführen kann. Und mittlerweile habe ich ihn auch tatsächlich schon einige Male getragen.

Rock-Amy-Goldengelchen06
Der Stoff, ein feiner Cord in marineblau (leider ziemlich Flusenanziehend), stammt von Stoff & Stil in Hamburg und ist schon im Oktober 2013 in meinen Besitz übergegangen. Kurz danach habe ich auch mit dem Nähen des Rockes begonnen. Genäht habe ich den Rock nur im Nähkurs, bereits am Anfang habe ich mehrere Arbeitsschritte nicht wie in der Anleitung sondern wie von der Nähkursleiterin empfohlen genäht, so dass die Anleitung irgendwann gar nicht mehr für mich passte. Der Rock war mein erstes schwierigeres Kleidungsstück, zuvor hatte ich ein Karnevalskostüm, eine Sporthose, eine Schlafshorts  und ein T-Shirt genäht.

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Es war also das erste richtige Kleidungsstück für den Alltag, das erste Kleidungsstück mit Futter und das erste mit Reißverschluss, und dann auch noch direkt einem nahtverdeckten!

Rock-Amy-Collage01
Und ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht direkt wieder auf die Spitze treiben würde. Die Eingrifftaschen habe ich mit zwei parallelen Nähten abgesteppt (und dabei diverse Male aufgetrennt, weil sie mir nicht ordentlich genug waren).

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Und für die Rückseite wollte ich auch Taschen, die ebenfalls Ziernähte bekommen sollten. Nachdem ich mir die Taschenform gebastelt hatte, guckte ich den anderen Mädels im Nähkurs fleißig auf den Hintern die Hosentaschen, um mir ein bisschen Inspiration für die Verzierung zu holen. Im Endeffekt entstand dieser Schnörkel relativ frei Schnauze.

Rock-Amy-Collage02
Obwohl der Schnitt für eine Körpergröße von ca. 1,68m vorgesehen ist und ich ja 14cm mehr messe, benötigte ich den im Schnitt vorhandenen Verlängerungsstreifen nicht. Ich habe glaub ich eher noch was an Länge weggenommen, ich mag Röcke lieber, die kurz über dem Knie enden.

Rock-Amy-Collage03
Strickjacke: C&A, Tuch: Esprit, Thermo-Strumpfhose: Deichmann, Stulpen: Tchibo, Boots: Tamaris

Zusammenfassung:
Schnitt: Amy von jolijou/Farbenmix
Stoff: Feincord und Acetatfutter, beides marine, von Stoff&Stil
Kosten: ??
Dauer: eeeeeeeeeewig! etliche Mittwoch Abende im Nähkurs, insgesamt sicherlich drei Monate
Änderungen: verschmälert, weniger A-Form. Taschen auf der Rückseite hinzugefügt.
Schwierigkeitsgrad: da ich direkt am Anfang von der Anleitung abgewichen bin, war ich komplett auf die Hilfe meiner Nähkursleiterin angewiesen. Viele Sachen habe ich zum ersten Mal dort gemacht - nahtverdeckter Reißverschluss, Futter einnähen, etc.
Werde ich den Schnitt nochmal nähen: erstmal nicht. A-Form ist nicht so meins, glaube ich.

Hiermit verlinke ich zum Me Made Mittwoch, bei dem heute Jenny von exlamation-point unsere "Vorturnerin" ist und einen wunderschönen Mantel zeigt.

Wenn alles glatt geht, kann ich euch nächste Woche direkt ein neues Kleidungsstück zeigen. Ich muss heute ne Nachtschicht einlegen, damit ich morgen für Möhneball auch ein Kostüm habe - aaaah ;-) Drückt mir die Daumen ;-)

Verlinkt:
MMM
Cord im Februar
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